Zum Inhalt springen
Alle Leistungen
05 Raumweise · Bestand und Neubau

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1

Die Heizlast gibt an, welche Wärmeleistung ein Gebäude bei der Norm-Außentemperatur seines Standorts benötigt, um die vorgesehenen Raumtemperaturen zu halten. Wir berechnen sie raumweise nach DIN EN 12831-1 in Verbindung mit dem nationalen Anhang DIN/TS 12831-1 und ermitteln daraus die Heizlast des Gebäudes. Das Ergebnis ist die Grundlage, um den Wärmeerzeuger, etwa eine Wärmepumpe, und die Heizflächen passend auszulegen und den hydraulischen Abgleich zu berechnen, im Bestand ebenso wie im Neubau.

Grundlage
Geometrie, Bauteile und Lüftung
Verfahren
DIN EN 12831-1 mit DIN/TS 12831-1
Ergebnis
Heizlast je Raum und für das Gebäude
GRUNDRISS / RAUMWEISE HEIZLASTDIN EN 12831-1 · SCHEMAWOHNENθint 20 °CΦ HL,iKÜCHEθint 20 °CΦ HL,iSCHLAFENθint 20 °CΦ HL,iBADθint 24 °CΦ HL,iΦ T · TRANSMISSIONΦ V · LÜFTUNGTRANSMISSIONBAUTEILE · WÄRMEBRÜCKENLÜFTUNGLUFTWECHSEL · UNDICHTHEITRAUMHEIZLASTGEBÄUDEHEIZLASTNORM-AUSSENTEMPERATUR→WÄRMEVERLUSTE JE RAUM→WÄRMEERZEUGER · HEIZFLÄCHEN
Abb. 05 · Wärmeverluste jedes Raums ergeben die Raumheizlast, daraus folgt die Heizlast des Gebäudes.
Berechnungsergebnis

Wie viel Wärme jeder Raum am Auslegungstag braucht.

01

Heizlast je Raum

Transmissions- und Lüftungswärmeverluste werden für jeden beheizten Raum ermittelt, mit den Norm-Innentemperaturen und der Norm-Außentemperatur des Standorts.

02

Heizlast des Gebäudes

Aus den Raumwerten wird die Gebäudeheizlast ermittelt. Sie ist in der Regel kleiner als die Summe der Raumheizlasten, weil sich Wärmeströme zwischen beheizten Räumen ausgleichen und nicht alle Lüftungswärmeverluste gleichzeitig auftreten. Die Gebäudeheizlast ist der Ausgangswert für die Leistung des Wärmeerzeugers, nicht die Leistung der bisherigen Heizung.

03

Abgleich mit den Heizflächen

Wir stellen der Raumheizlast die vorhandenen oder geplanten Heizflächen gegenüber und zeigen, welche Vorlauftemperatur damit ausreicht.

04

Dokumentierte Annahmen

Norm-Außentemperatur, Raumtemperaturen, Bauteilaufbauten, U-Werte, Luftwechsel und weitere Randbedingungen stehen im Bericht, damit Planer und Fachbetrieb mit den Werten weiterarbeiten können.

Vom Aufmaß zur Heizlast

Erst die Räume, dann das Gebäude.

Die Berechnung beginnt bei Geometrie und Bauteilen jedes einzelnen Raums. Aus den Raumwerten wird anschließend die Heizlast des Gebäudes ermittelt.

  1. 01 · Verstehen

    Unterlagen und Gebäude erfassen

    Grundrisse, Schnitte und Bauteilaufbauten sichten und fehlende Maße oder Aufbauten vor Ort aufnehmen.

  2. 02 · Planen

    Heizlast berechnen

    Räume, Bauteile, Wärmebrücken und Luftwechsel ansetzen und die Heizlast je Raum und für das Gebäude berechnen.

  3. 03 · Umsetzen

    Ergebnis übergeben

    Ergebnisse erläutern und als Grundlage für Wärmeerzeuger, Heizflächen und hydraulischen Abgleich übergeben.

Unser fachlicher Ansatz

Die Leistung der alten Heizung ist kein Maßstab.

Bestehende Heizungen sind oft größer ausgelegt, als das Gebäude heute braucht, etwa weil früher pauschal geschätzt oder später gedämmt wurde. Eine Wärmepumpe reagiert auf Überdimensionierung empfindlicher als ein Heizkessel: Sie schaltet häufiger an und aus, und die Anschaffung wird teurer als nötig. Die raumweise Berechnung zeigt den tatsächlichen Bedarf.

Wann ist eine Heizlastberechnung sinnvoll?

  • Heizungstausch, insbesondere auf eine Wärmepumpe
  • Neue Heizkörper oder Flächenheizung
  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Förderprogramme, Normen und rechtliche Anforderungen können sich ändern. Welche Vorgaben für Ihr Vorhaben gelten, prüfen wir projektbezogen.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Grundrisse und Schnitte, gern auch als Skizze mit Maßen
  • Angaben zu Außenwänden, Dach, Kellerdecke und Fenstern, soweit bekannt
  • Durchgeführte Modernisierungen mit Jahr
  • Art und Größe der vorhandenen Heizkörper oder Flächenheizung
  • Verbrauchsdaten der letzten Jahre zur Plausibilisierung

Fehlt etwas davon, nehmen wir es bei der Begehung vor Ort auf.

Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes

In der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) geführt

Erstgespräch anfragen

Qualifikationen & Mitgliedschaften

  • Energieberater für Wohngebäude
  • Energieberater für Nichtwohngebäude
  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1
  • Klimafreundlicher Neubau (KFN) mit QNG und LCA
  • VDI-Mitgliedschaft
  • Ingenieurkammer Thüringen
Fragen?
Wir melden uns zeitnah.
Rückruf Anfrage