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06 Heizlast · Vorlauftemperatur · Bivalenz

Wärmepumpenauslegung für Bestand und Neubau

Ob eine Wärmepumpe effizient arbeitet, entscheidet sich zu einem großen Teil bei der Auslegung. Wir leiten die erforderliche Heizleistung aus der raumweisen Heizlast ab, prüfen die nötige Vorlauftemperatur an den Heizflächen und legen Bivalenz, Warmwasserbereitung und hydraulische Einbindung fest. Wir verkaufen keine Geräte und erhalten keine Provisionen; die Auslegung ist an keinen Hersteller gebunden.

Grundlage
Raumweise Heizlast und Heizflächen
Auslegung
Leistung, Bivalenzpunkt, Warmwasser
Ergebnis
Anforderungen für die Angebotsphase
LEISTUNG / AUSSENTEMPERATURWÄRMEPUMPE · SCHEMA−15 °C−10 °C−5 °C0 °C+5 °C+10 °C+15 °CAUSSENTEMPERATURLEISTUNGNORM-AUSSENTEMPERATURZUSATZWÄRMEHEIZLAST DES GEBÄUDESHEIZLEISTUNG WÄRMEPUMPEBIVALENZPUNKTHEIZLAST→VORLAUFTEMPERATUR→LEISTUNG · BIVALENZ→EINBINDUNG · WARMWASSER
Abb. 06 · Heizlast und Heizleistung der Wärmepumpe über der Außentemperatur mit Bivalenzpunkt.
Auslegungsergebnis

Leistung, Temperaturen und Betriebsweise aufeinander abgestimmt.

01

Heizlast und Heizleistung

Die Heizlast beschreibt den Wärmebedarf des Gebäudes am Auslegungstag. Die erforderliche Heizleistung der Wärmepumpe ergibt sich daraus, zuzüglich Warmwasser und gegebenenfalls Sperrzeiten eines Wärmepumpentarifs.

02

Vorlauftemperatur und Heizflächen

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Wir prüfen raumweise, welche Temperatur die Heizflächen brauchen und wo der Tausch einzelner Heizkörper hilft.

03

Bivalenz und Betriebsstrategie

Wir legen fest, ob die Wärmepumpe allein heizt, an wenigen kalten Tagen einen Heizstab nutzt oder mit einem zweiten Wärmeerzeuger zusammenarbeitet, und bestimmen den Bivalenzpunkt. Zur Betriebsstrategie gehören außerdem Heizkurve, Vorrang der Warmwasserbereitung und gegebenenfalls Sperrzeiten des Stromtarifs.

04

Mindestleistung, Einbindung und Warmwasser

Wichtig ist auch die kleinste Leistung, auf die die Wärmepumpe herunterregeln kann. Liegt sie über dem Wärmebedarf an milden Tagen, taktet das Gerät, es schaltet also häufig an und aus. Speicher, hydraulische Einbindung und Regelung planen wir deshalb so, dass lange Laufzeiten entstehen. Warmwassermenge und -temperatur fließen in die Auslegung ein.

Vom Gebäude zur Anlage

Erst die Heizlast, dann die Wärmepumpe.

Ohne berechnete Heizlast bleibt jede Leistungsangabe eine Schätzung. Deshalb beginnt die Auslegung beim Gebäude und bei den Heizflächen.

  1. 01 · Verstehen

    Gebäude und Anlage aufnehmen

    Heizlast berechnen oder eine vorhandene Berechnung prüfen, Heizflächen, Warmwasserbedarf, Aufstellort und Stromanschluss erfassen.

  2. 02 · Planen

    Auslegen und Varianten vergleichen

    Leistung, Vorlauftemperatur, Bivalenzpunkt, Speicher und Einbindung festlegen und Varianten mit Investition, erwarteter Jahresarbeitszahl und Betriebskosten vergleichen.

  3. 03 · Umsetzen

    Anforderungen übergeben

    Die Auslegung dient als Grundlage für vergleichbare Angebote mehrerer Fachbetriebe. Auf Wunsch prüfen wir Angebote und begleiten Inbetriebnahme und hydraulischen Abgleich.

Unser fachlicher Ansatz

Effizienz entsteht in der Auslegung.

Wie sparsam eine Wärmepumpe läuft, hängt vor allem von der Vorlauftemperatur, der passenden Leistung und einer ruhigen Betriebsweise ab. Wir betrachten diese Punkte gemeinsam und vergleichen die Varianten auch wirtschaftlich: Investition, erwartete Stromkosten und Förderung. Für Vermieter kann die nachgewiesene Jahresarbeitszahl zusätzlich bei der Modernisierungsumlage eine Rolle spielen (§ 559f BGB).

Wann ist eine herstellerneutrale Auslegung sinnvoll?

  • Umstieg von Gas- oder Ölheizung im Bestand
  • Vorhandene Heizkörper mit höheren Vorlauftemperaturen
  • Neubau mit Flächenheizung und niedriger Vorlauftemperatur
  • Vergleich von Angeboten mehrerer Fachbetriebe

Förderprogramme, Normen und rechtliche Anforderungen können sich ändern. Welche Vorgaben für Ihr Vorhaben gelten, prüfen wir projektbezogen.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Heizlastberechnung, falls vorhanden, sonst Unterlagen wie für die Heizlastberechnung
  • Angaben zu Heizkörpern oder Flächenheizung
  • Zahl der Bewohner und üblicher Warmwasserbedarf
  • Möglicher Aufstellort für Innen- und Außengerät
  • Vorliegende Angebote, wenn Sie diese prüfen lassen möchten

Fehlt etwas davon, nehmen wir es bei der Begehung vor Ort auf.

Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes

In der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) geführt

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Qualifikationen & Mitgliedschaften

  • Energieberater für Wohngebäude
  • Energieberater für Nichtwohngebäude
  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1
  • Klimafreundlicher Neubau (KFN) mit QNG und LCA
  • VDI-Mitgliedschaft
  • Ingenieurkammer Thüringen
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