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03 Heizungsoptimierung · Verfahren B

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Beim hydraulischen Abgleich nach Verfahren B wird der Heizkreis nicht nach pauschalen Erfahrungswerten eingestellt, sondern berechnet. Heizlast, Heizflächen, Volumenströme und Systemeinstellungen hängen dabei voneinander ab: Grundlage ist die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831-1. Ihr stellen wir die Leistung der Heizflächen gegenüber, legen die Systemtemperaturen fest und berechnen daraus Volumenströme, Ventilvoreinstellungen und die Einstellung der Pumpe.

Grundlage
Raumweise Heizlast
Berechnung
Soll-Volumenströme
Ergebnis
Ventil- und Pumpenwerte
HEIZKREIS · SCHEMAVERFAHREN B1 · OHNE ABGLEICHDer Volumenstrom folgt dem geringsten Widerstand.WÄRME-ERZEUGERPUMPENAHFERNZU VIELZU VIELZU WENIGZU WENIG2 · NACH ABGLEICHJede Heizfläche erhält den erforderlichen Volumenstrom.WÄRME-ERZEUGERPUMPE· EINGESTELLT= SOLL= SOLL= SOLL= SOLLSOLLISTVENTILEINSTELLUNGVORLAUFRÜCKLAUFRECHENWEG01RAUMWEISE HEIZLAST02HEIZFLÄCHENPRÜFUNG03ERFORDERLICHER VOLUMENSTROM04VENTIL- UND PUMPENEINSTELLUNG05HYDRAULISCHER ABGLEICH
Abb. 03 · Volumenstrom je Heizfläche vor und nach dem Abgleich: individuell nach Raumheizlast, eingestellt über Ventile und Pumpe.
Berechnungsergebnisse

Werte, nach denen die Heizungsanlage eingestellt werden kann.

01

Raumweise Heizlast

Für jeden beheizten Raum wird ermittelt, welche Wärmeleistung unter den angesetzten Bedingungen benötigt wird.

02

Prüfung der Heizflächen

Vorhandene Heizkörper und angesetzte Systemtemperaturen werden der berechneten Raumheizlast gegenübergestellt.

03

Volumenströme und Ventileinstellung

Aus Leistung und Temperaturspreizung ergibt sich für jede Heizfläche ein eigener Volumenstrom. Die Ventile werden so voreingestellt, dass jede Heizfläche diesen Volumenstrom erhält; die Werte unterscheiden sich deshalb von Heizkörper zu Heizkörper.

04

Pumpeneinstellung und Dokumentation

Die berechneten Werte werden übersichtlich zusammengestellt und bilden die Grundlage für die Einstellung vor Ort.

Vom Raum zum Heizkreis

Erst rechnen, dann einstellen.

Der Abgleich entsteht aus den konkreten Räumen und der vorhandenen Anlage, nicht aus pauschalen Tabellenwerten.

  1. 01 · Verstehen

    Unterlagen und Anlage erfassen

    Gebäude, Räume, Heizflächen, Ventile, Wärmeerzeuger und vorhandene Systemtemperaturen aufnehmen.

  2. 02 · Planen

    Heizlast und System berechnen

    Raumweise Wärmeverluste berechnen und daraus Volumenströme, Heizkörperleistung, Ventilwerte sowie Pumpenparameter ableiten.

  3. 03 · Umsetzen

    Werte übergeben

    Berechnung dokumentieren und die erforderlichen Einstellungen für die Ausführung bereitstellen.

Unser fachlicher Ansatz

Berechnen statt Ventile nach Gefühl drehen.

Ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B beginnt nicht mit pauschalen Einstellwerten. Erst die raumweise Heizlast zeigt, welche Leistung und welcher Volumenstrom an der jeweiligen Heizfläche benötigt werden. Ändert sich eine dieser Größen, etwa durch einen neuen Heizkörper oder eine niedrigere Vorlauftemperatur, ändern sich auch Volumenströme und Einstellwerte. Deshalb dokumentieren wir die Berechnung so, dass sie bei späteren Änderungen an der Anlage fortgeschrieben werden kann.

Wann ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll?

  • Räume werden ungleich warm oder Heizkörper rauschen
  • Tausch von Heizkörpern oder Wärmeerzeuger
  • Niedrigere Vorlauftemperaturen, etwa für eine Wärmepumpe
  • Förderprogramme, die einen hydraulischen Abgleich voraussetzen

Förderprogramme, Normen und rechtliche Anforderungen können sich ändern. Welche Vorgaben für Ihr Vorhaben gelten, prüfen wir projektbezogen.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Grundrisse, gern auch als Skizze mit Maßen
  • Art und Größe der Heizkörper oder die Heizkreise einer Flächenheizung
  • Typ der Thermostatventile, soweit bekannt
  • Angaben zu Wärmeerzeuger und Heizungspumpe
  • Heizlastberechnung, falls vorhanden

Fehlt etwas davon, nehmen wir es bei der Begehung vor Ort auf.

Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes

In der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) geführt

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Qualifikationen & Mitgliedschaften

  • Energieberater für Wohngebäude
  • Energieberater für Nichtwohngebäude
  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1
  • Klimafreundlicher Neubau (KFN) mit QNG und LCA
  • VDI-Mitgliedschaft
  • Ingenieurkammer Thüringen
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