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F13 Analysieren & Nachweisen

Gebäudesimulation und Variantenvergleich

Eine Gebäudesimulation beantwortet technische Fragen, bevor gebaut oder investiert wird: Welche Variante von Gebäudehülle und Anlagentechnik braucht am wenigsten Energie? Wie verlaufen Heiz- und Kühllasten über das Jahr? Heizen sich Räume im Sommer zu stark auf? Je nach Fragestellung rechnen wir mit einer dynamischen Simulation über den Jahresverlauf oder mit einem vereinfachten Bilanzverfahren. Alle Varianten werden unter denselben Randbedingungen verglichen.

GEBÄUDESIMULATION SCHEMA RANDBEDINGUNGEN AUSSENTEMPERATUR SOLARSTRAHLUNG NUTZUNG INTERNE LASTEN LÜFTUNG ANLAGENTECHNIK GEBÄUDEMODELL 1 2 3 4 5 1 HÜLLE 2 FENSTER 3 ZONEN 4 SPEICHERMASSE 5 ANLAGENTECHNIK VERFAHREN: DYNAMISCH ODER VEREINFACHT ERGEBNISSE BESTAND VARIANTE A VARIANTE B LASTVERLAUF TAGESGANG HEIZLAST KÜHLLAST ENERGIEBEDARF BESTAND VARIANTE A VARIANTE B SCHEMATISCHER VARIANTENVERGLEICH RANDBEDINGUNGEN → MODELL → SIMULATION → VARIANTENVERGLEICH → ENTSCHEIDUNG
Abb. F13 · Randbedingungen, Gebäudemodell und schematischer Variantenvergleich unter gleichen Bedingungen.
Typische Aufgaben

Wann eine Gebäudesimulation weiterhilft.

Modell und Varianten werden nur so detailliert aufgebaut, wie es die gewünschte Aussage erfordert.

  1. 01

    Varianten von Gebäudehülle und Anlagentechnik vergleichen

  2. 02

    Heiz- und Kühllastverläufe im Jahresgang analysieren

  3. 03

    Sommerlichen Raumkomfort und Überhitzungsrisiken bewerten

  4. 04

    Verschattung und Fensterflächen optimieren

  5. 05

    Nutzungs- und Randbedingungen transparent berücksichtigen

  6. 06

    Ergebnisse verständlich auswerten und aufbereiten

Modell und Varianten

Lösungen unter denselben Randbedingungen vergleichen.

01

Wofür Sie eine Simulation brauchen

Typische Anlässe sind:

  • Varianten vergleichen: Gebäudehülle und Anlagentechnik in mehreren Varianten gegenüberstellen, etwa Dämmstandard, Fensterflächen, Wärmeerzeuger oder Lüftung.
  • Energie- und Lastverläufe untersuchen: Heiz- und Kühllasten, Lastspitzen und Verbrauchsverläufe über das Jahr darstellen, zum Beispiel als Grundlage für die Dimensionierung von Anlagen.
  • Thermisches Verhalten bewerten: Raumtemperaturen und Überhitzungsstunden im Sommer ermitteln und die Wirkung von Verschattung oder Nachtlüftung abschätzen.
  • Entscheidungen vor der Umsetzung prüfen: Konzeptvarianten und Regelstrategien rechnerisch testen, bevor Planung und Aufträge festgelegt werden.
02

Welches Verfahren passt

Nicht jede Frage braucht eine dynamische Simulation. Für viele Aufgaben reichen vereinfachte Bilanzverfahren, etwa die Monatsbilanz nach der Normenreihe DIN 18599. Eine dynamische Simulation über den Jahresverlauf lohnt sich vor allem bei komplexen Gebäuden, großen Glasflächen, hohen Komfortanforderungen oder mehreren Regelungsvarianten. Welches Verfahren wir einsetzen, legen wir vorab mit Ihnen fest und nennen es im Ergebnis.

03

Was das Modell enthält

Das Gebäudemodell bildet Geometrie, Bauteile, Fenster, Verschattung, Nutzung und Anlagentechnik ab. Bei einer dynamischen Simulation wird es mit Wetterdaten über ein ganzes Jahr berechnet. Im Ergebnis stehen die angesetzten Randbedingungen, der Energiebedarf, Temperatur- und Lastverläufe und der direkte Vergleich der Varianten. Die Simulation ergänzt Bauphysik und Datenanalyse: Nachweise prüfen Anforderungen, Messdaten zeigen den heutigen Betrieb, die Simulation untersucht künftige Varianten.

04

Unser Vorgehen

Nach der Klärung der Fragestellung prüfen wir zunächst die geeignete Methodik. Anschließend erstellen wir das Simulationsmodell auf Basis vorhandener Unterlagen oder einer Bestandsaufnahme und definieren die relevanten Randbedingungen. Die Ergebnisse der berechneten Varianten werden verständlich dokumentiert und dienen als Grundlage für weitere Planungs- und Entscheidungsprozesse.

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